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No Poo, wie fange ich nur an? 10 Tipps

In meinem ersten Blogbeitrag zu dem Thema: „No Poo, ein Weg zu sich selbst“ bin ich bereits auf die vielen Vorteile eingegangen. Wenn Du jetzt bereit bist zu starten, habe ich hier wertvolle Tipps für Dich. 

 

Aller Anfang ist schwer. Dieser Spruch könnte beim Thema No Poo nicht passender sein. Aber keine Sorge, ich möchte dir nicht die Motivation nehmen, im Gegenteil. Wenn man einiges beachtet, wirst Du schon bald zur No Pooerin werden und dich fragen: „Warum habe ich es nicht schon früher probiert?“ oder „Ich wusste gar nicht, das meine Haare so schön aussehen können.“

 

Also los gehts mit den Tipps:

 

1. Sanfter Start bevorzugt?

Viele empfehlen eine harten Entzug und somit ein Durchfetten der Haare für viele Wochen bis die Haare sich entwöhnt haben. Mir war das Vorgehen allerdings zu radikal. Gut im Winter, wenn man eine Mütze tragen kann ist das sicher machbar, aber so? Wenn es dir genau so geht, dann kannst du auch erst einmal auf ein Naturkosmetik Shampoo umsteigen. Ich habe eine gewisse Zeit dieses Sante Shampoo benutzt und war sehr zufrieden. Deine Haare werden sich daran gewöhnen keine Silikone mehr zu erhalten. Dennoch würde ich vor dem eigentlich No Poo - Start ein Haarpeeling empfehlen, wo wir auch schon zu Punkt 2 kommen. 

 

2. Natron Wäsche als Peeling für die Haare

Um die Haare zu Beginn von Altlasten wie Silikonen zu befreien, ist ein Haar-Peeling sinnvoll. Mit Natron klappt das wunderbar. Hier das Rezept:

3 EL Natron

2 Tassen Wasser 

Beides miteinander verrühren bis ein Brei entsteht. Das Natron löst sich nicht komplett auf, es funktioniert jedoch trotzdem. Danach wird der Brei auf die Haare aufgetragen und die Kopfhaut sanft massiert, bitte die Längen auslassen. Etwas einwirken lassen und auswaschen. Danach bitte unbedingt mit einer sauren Rinse spülen, damit ihr die Haare auch durchkämmen könnt. Mein Favorit ist eine Rinse mit Apfelessig (nicht naturtrüb). Es ist hier nicht notwendig sich an ein bestimmtes Rezept zu halten, ca. 2 EL Apfelessig zu 500-800 ml Wasser - fertig. Meine Haare mögen noch mehr Essig in der Rinse, das sollte man einfach ausprobieren. 

 

3. Haare waschen mit Roggenmehl - meine Lieblingsmethode

Jeder sollte seine Lieblings-Waschmethode finden. Vielleicht geht es euch wie mir, denn auch wenn ich inzwischen bei WO (Abkürzung für Water only) gelandet bin, die Roggenmehl Waschmethode ist mein absoluter Favorit. Ich habe einiges ausprobiert, aber es funktionierte mit Roggenmehl einfach am besten und es ist so günstig dabei. Ich bevorzuge die Nicht-Vollkorn Variante, z.B. dieses Roggenmehl, da es feiner ist und somit keine kleinen Rückstände im Haar verbleiben.  Hier das Rezept:

2 EL Roggenmehl 

6-7 EL Wasser 

Den Roggenmehl-Brei nun wie ein Shampoo auf die Kopfhaut einmassieren, einzelne Haarsträhnen hochheben und darunter waschen. Gründlich solltest du vor allem an den Stellen sein, wo viel Sebum produziert wird: an den Schläfen und am Hinterkopf. Danach alles gründlich ausspülen. Übrigens keine Sorge wegen dem Abfluss, der verstopft nicht vom Roggenmehl.

 

4. Wasche die Haare bloß nicht zu heiß

Zu Beginn habe ich immer die Haare wie gewohnt unter der Dusche gewaschen. Es funktionierte auch, aber später wurde mir erst klar, was an der Methode weniger gut ist. Wir duschen im allgemeinen sehr warm oder sogar heiß. Dies regt allerdings die Produktion des Sebums (Haarfett) an. Dadurch kann es vorkommen, dass deine Haare nach dem Waschen fettiger ausschauen als vorher. Vor diesem Fehler möchte ich euch bewahren, damit ihr nicht zu schnell aufgebt.

 

5. Wasche die Haare über Kopf

Ich habe beide Methoden getestet. Ich habe die Haare unter der Dusche gewaschen und auch über Kopf in der Wanne. Die Haare über Kopf zu waschen ist für mich die bessere Methode. Der wichtigste Vorteil ist, dass Du so besser die Haare auch mit kühlem Wasser waschen kannst. Ich persönlich fange sonst am Körper an zu frieren *lach* Ich bin da eher ein Weichei. Über Kopf kannst du auch schön die einzelnen Haarsträhnen hochheben und kommst eben besser an alle Stellen, vor allen da, wo sich viel Sebum befindet: am Hinterkopf und an den Schläfen. Des Weiteren bekommst Du bei der Methode die Roggenmehl-Reste wesentlich besser ausgewaschen. 

 

6. Tipp - Verändere am Anfang NICHT deinen Waschrythmus 

Wenn man von No Poo hört, freut man sich schon insgeheim über die verlängerten Waschabstände von 7-10 Tagen. Aber STOP, das muss sich erst einspielen und das ist unter Umständen ein langer Weg. Um nicht zu Beginn frustriert aufzugeben, empfehle ich daher den Waschrythmus wie gewohnt bei zu behalten und nur die Waschmethode zu ändern. Nach einer Weile kann man dann die Waschabstände verlängern um es so auszutesten. 

 

7. Finde deinen eigenen No Poo - Weg

Du kannst sehr viel über das Thema lesen, in Blogs, Büchern etc., aber nicht jeder Tipp wird zu dir passen. Denn jedes Haar ist anders, so wie jeder Körper individuell reagiert. Deshalb ist der beste Tipp es einfach zu testen, auszuprobieren und auch bei kleineren Misserfolgen einfach weiterzumachen. Ich empfand ein halbes Jahr die Roggenmehl-Waschmethode als die beste. Doch nun wasche ich meine Haare nur noch mit Wasser und mit einer anschließenden Apfelessig-Rinse. Ich habe es irgendwann getestet und es hat geklappt. Man kann also auch zwischendurch einfach mal testen und wechseln. Ich persönliche liebe es so einfach wie möglich und da liegt WO (Abk. für Water only) einfach nahe. 

 

8. Bürsten was das Zeug hält

Die 100 Bürstenstriche, die unsere Großmütter predigten sind auch für No Poo ratsam. Warum? Im Haar sammeln sich über den Tag viel Staub etc. an, was durch das Bürsten gut entfernt wird. Des Weiteren wird das pflegende Sebum so gut in die Längen gestrichen, wodurch das Haar gepflegt wird. Am besten bürstet man in verschiedene Richtungen, also auch über Kopf. Bei der Bürste sollte man jedoch nicht sparen, ich empfehle eine gute Wildschweinborstenbürste (abgekürzt auch WBB genannt). Für Veganer gibt es auch Alternativen. Wichtig ist auch, gerade in der Anfangszeit die Bürste täglich mit Seife zu reinigen. Gerade zu Beginn ist das Bürsten sehr wichtig, denn die Kopfhaut ist in der Umstellungsphase und produziert folglich erstmal mehr Sebum. Ich empfehle morgens und abends zu bürsten und nach Bedarf auch mal zwischendurch. 

 

9. Gebe nicht auf!

Ja, leichter gelesen als getan, ich weiß. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass oft die Gedanken hoch kommen: „Bei mir klappt es einfach nicht, ich habe dafür nicht die passenden Haare“ etc. Aber das stimmt nicht, es wird klappen - ganz sicher. Geduld ist hier eine Tugend, die arg benötigt wird. Am besten lese dir immer wieder Erfahrungsberichte durch, das wird dich motivieren.

 

10. Just be You, steh zu deinem neuen No Poo - Kurs

Mit Sicherheit werden einige Leute in deiner Umgebung die Nase rümpfen und ihren Ekel aussprechen. Aber hey, du bist nicht allein auf dem Weg, selbst Stars wie Gwyneth Paltrow und die Olsen-Zwillinge sind mit an Board. Auch im Netz liest man einiges an Kritik, aber lasse dich nicht verunsichern. Die vielen wunderbaren Erfahrungsberichte lügen nicht. Es wird dich mehr zu dir selbst bringen und dir helfen, einen noch natürlicheren Weg zu gehen. 

 

Ich hoffe, dass ich dich ein wenig unterstützen konnte auf dem No Poo Weg, schließlich kommt dies auch unserer Mutter Erde zu Gute. 

 

In dem Sinne

 

Just be You,

Deine Tami

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